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Unsere Hochzeitsreise durch den Südwesten Amerikas -
28.März - 16.April  98
Glaubt bloß nicht diesen Klugschwätzern, die euch erzählen wollen, dass man für diese Tour mindestens 6 Wochen braucht. Natürlich ist es schön, viel Zeit zu haben - ist aber nicht Grundbedingung für diese Strecke. Wir haben alle wichtigen Dinge gesehen, die man "abhaken" muss, haben aber dennoch nie das Gefühl gehabt, unter zeitlichen Stress zu stehen. Im Gegenteil - am Ende der Reise konnten wir sogar noch 3 Tage in Monterey abhängen und 2 Tage in San Francisco verbringen.

Zu Beginn ein paar Daten und es sei der Hinweis gestattet, dass Amerika zwar wunderschön ist, aber es geht dort doch ein wenig zu glatt zu, aber wem es gefällt...
Wir sind insgesamt so an die 5500 km gefahren, empfanden diese Tour aber immer als angenehm - ist ein bißchen so wie im Kino. Es gibt auch keine Drängler und auch die günstigste Wagenkategorie bei Avis war uns groß genug.
Ostern war zum Zelten in diesem Jahr zu kalt, das hat die Ausgaben natürlich in die Höhe schnellen lassen. Im Sommer kann man mit Zelt bei Vorausbuchung einiger Plätze wahrscheinlich für die Hälfte an Ausgaben Urlaub machen, denn Essen gehen lohnt sich einfach nicht.
Spritkosten für die ganze Tour nur ca 200 DM!!

1. Tag
Nach einem angenehmen Flug mit KLM landen wir um 1345 in San Francisco. 10 Stunden kann man das aushalten. Sehr schön ist der Blick auf Grönland und die Rocky Mountains.
Vom Airport aus bringt einen der Avis Shuttle direkt bis zum Wagen - Schlüssel steckt, es kann sofort losgehen.
Unser erstes Tagesziel ist das alte Goldgräberstädtchen Columbia in Richtung des Yosemite. Vom Airport fährt man den Freeway Richtung San Jose, überquert die Bay und fährt über Interstate 80 East, Interstate 580E, Interstate 205, Interstate 5 North, State Road 120 East , ab Oakdale 108 / 129 , State Road 49 bis Columbia.(ca. 139 miles, 3 Std.)
Wir übernachten in der Sonora Gold Lodge (50$).

2. Tag
Nach dem Frühstück (eine Schnecke vom Bäcker) fahren wir über die 49 South, 120 East in den Yosemite NP. Hier liegt tatsächlich meterhoher Schnee, an Wanderungen ist nicht zu denken, aber dennoch fühlen wir uns in diesem schönen Tal sehr wohl. Für die meisten Straßen sind "chains required", wir schaffen es dennoch bis Fishcamp, wo wir im sehr hübschen, mit 91$ aber auch teuren Karens bed & breakfast übernachten. Man geht zum Esssen in die Sierra Lodge, sternenklarer Himmel und ekliges Dr. Pepper und root beer bleiben für immer in unserem Herzen eingeschlossen.
Sehr schön sitzt man in der Hotellobby am Kamin, während man wartet "to be seated".

Ein wichtiger Link Yosemite

3. Tag
Karen serviert morgens Waffeln mit Blaubeeren, dazu vegetarische Würstchen (leise drücke ich mir ob dieses köstlichen Frühstücks eine Träne der Freude ab, denn Freunde, das Essen in Amerika ist wirklich schlecht.)
Weiter geht die Fahrt zum Sequoia NP. Wir fahren die 41 bis Fresno, dann biegen wir auf die 180 Richtung Kings Canyon. Auch dort ist alles zugeschneit, nur der General Grant Tree ist durch einen kurzen Spaziergang zu erreichen.
Wir fahren über die 63 Richtung Bakersfield, und nehmen die 58 Richtung Tehachapi. Eine gelungene Übernachtungsmöglichkeit bietet der wunderschöne Red Rock Canyon (an der 14), ein kleiner NP mit Campingplatz ohne Hygieneeinrichtungen - aber für eine Nacht ein Erlebnis, auch wenn es gruselig kalt ist!
(ca 5-6 Std. reine Fahrzeit)

4. Tag
Zun Frühstück gibt es leckere Hot Dogs an einer Raststätte - in Lone Pine versorgen wir uns mit Kühlbox, Gaskartusche, Holzkohle und Steaks. Direkt bei Lone Pine zweigt  die 136 Richtung Death Valley ab, kurze Zeit später trifft sie auf die 190.
Im Death Valley ist es für das Zelt zu windig, Wolken ziehen auf, Zabriskie Point, Artist Valley und Gold Canyon muss man ja gesehen haben - aber dann: Auf nach Las Vegas.
Von Furnace Creek bis Vegas fährt man 2.5 Stunden, es gibt eine neue Verbindung üner Pahrump; zwischen Death Valley und Vegas kein einziges Motel
Wunderschön ist der Blick aus den Bergen auf das beleuchtete Vegas, wir wohnen direkt am Ortseingang im Vacation Village Hotel (rooms 25-35$)
Ein Shuttle bringt einen vom Hotel in die Stadt. Wirklich beeindruckend ist die Größe der Spielhöllen, die Lichtshow in der Freemont Street, Caesars Palace, Luxor,Vulkanausbruch am Strip vor dem Mirage Hotel.

5. Tag
Vor der Fahrt in den Zion NP kaufen wir in Vegas im Belz Outlet noch günstig Jeans ein (Levis 501 für 31$).
Über die 15 North kommt man gemütlich aus Vegas heraus, fährt mal kurz ein Stück Arizona und ist flugs in Utah. Direkt hinter der Grenze befindet sich ein Visitor Center mit guten Infos und excellenten Karten. Vom Visitor Center sind es 1,5 Std. Fahrt bis in den Zion NP. Es schneit mal wieder, die Sicht ist getrübt - zum Glück werden alle Folgen von Lost in Space wiederholt. Im gemütlichen Canyon Ranch Motel , PO Box 175, Springdale, Utah (435 772 3357) in Springdale bekommt man für 58$ neben den guten kleinen Häuschen auch noch den Sci Fi Channel.
Für 25$ isst man abends viel  aber schlecht (amerikanisch labberig) im Pioneer Restaurant.

Bryce canyon

6. Tag
Den Zion muss man zum Wandern im Sommer besuchen. Blauer Himmel, angenehme Temperaturen, göttliche Berge - leider nur im Film im Visitor Center. Durch die Parkschlucht fahren wir die 2 Stunden zum Bryce Canyon. Dort ist er auch wieder, der blaue Himmel und damit eine ungetrübte Fernsicht auf schneebedeckte rote Gesteinsformationen.
Da es auch im Bryce aufgrund der Höhe sehr kalt ist, fahren wir an diesem tag noch bis Escalante, wo es einen Petrified Forest gibt.
Den schönen Trail wandern wir gleich nach der Ankunft, die Nacht verbringen wir auf dem Campingplatz des State Parks (warme Duschen), barbeque und Lagerfeuer lassen Wild-West-Stimmung aufkommen.(Zelten 12$, Armvoll Feuerholz 3$)
(reservation: 1 800 322 3770 , 120 days in advance)

7. Tag
Die Fahrt von Escalante zum Capitol Reef NP ist wunderschön. Im NP wandern wir zwei kurze trails, den Cohab trail und den trail zur Hickman bridge. Beide Wege dauern ca 45 Minuten. gegen 16 Uhr erreichen wir Moab, direkt am Eingang des Arches NP.
Dort quartieren wir uns im Landmark Motel ein (58$), supergroße Zimmer. (1 800 441 6147).
Den Sonnenuntergang wollen wir uns am Delicate Arch anschauen, der Aufstieg dahin dauert ca. 1 Stunde. Es lohnt sich, der Arch ist herrlich ausgeleuchtet und auch die La Salle mountains im Hintergrund sehen toll aus.
Nach solchen Anstrengungen ißt man am besten im Dennis und erfährt, dass alle Amis beim Essen ihre Hüte aufbehalten.

8. Tag
Wir wandern den Devils Garden Trail mit wunderbarer Aussicht auf dem Rim- bloß der Wind ist höllisch kalt. Nach 3 Stunden sind wir wieder am trailhead.

Am Nachmittag besuchen wir den ganz in der Nähe befindlichen Canyonsland NP. Der Dead Horse point bietet wirklich eine tolle Aussicht, fast noch besser als der Grand Canyon. Auch der "Grand overlook" läßt keine Wünsche offen - man ist bloß mittlerweile so an schönen Aussichten gesättigt, dass man garnicht alles aufnehmen kann.

9. Tag
Ohne Stop fahren wir von Moab bis ins Monumental Valley. Sehr schöne gegend, aber was soll man groß machen - also sofort weiter zum Grand Canyon. Null Problemo, ohne Hatz kommen wir zum Sonnenuntergang am South Rim an (Desert Point View) - jetzt zurück in den Bergen fängt es natürlich auch wieder an zu schneien.
Am Grand Canyon ist es immer ziemlich voll - wir müssen zum ersten mal nach einem Zimmer suchen, wohnen für 69$ in der Redfeather Lodge; für Grand Canyon Verhältnisse relativ preiswert, aber echt nicht so toll.

monument valley
 
10. Tag
Pünktlich zum Sonnenaufgang stehen wir am Mather Point, es ist 6 Uhr in der Frühe und wir frieren erbärmlich. Doch es lohnt sich - eine klare Sicht und ein rot ausgeleuchteter Canyon lassen die Kälte vergessen, 30 Minuten später zieht es sich auch schon wieder zu. So ein Glück.
Was - außer toller aussicht - bietet der Canyon. Für die bestimmt genialen wanderungen runter ins Valley ist es zu kalt und zu vereist, also auf in die Wüste.
Wir fahren die Interstate 40 bis Kingman, biegen dann ab zum Lake Havasu, der sich aber als Naherholungsgebiet entpuppt. In der örtlichen Mall versorgen wir uns mit dem nötigsten für die Wüste (Wasser, Steaks und Chips) und wollen eigentlich in Parker übernachten. Aber dieses Örtchen ist wirklich kläglich. Also fahren wir die 62 weiter in Richtung Twentynine Palms, werden mit einem tollen Sonnenuntergang und herrlicher Wüstenatmosphäre belohnt. Unterkunft finden wir im Hill View Hotel. Unter mexikanischer Führung, mal was anderes als die sterilen amerikanischen Hotels.(760 367 0334)

11. Tag
Ein ganzer Tag im Joshua Tree Park. Im Inneren des Parks kann man an bestimmten Stellen, z.B. dem Hidden Valley, grillen. Das schont die Reisekasse.

12. Tag
Aus der Wüste gelangt man schnell auf die sechsspurigen freeways in LA. An der 15North befindet sich kurz vor der Ausfahrt Katella Avenue ein Hinweis auf Disneyland. Wir wohnen im Super 8 Motel, 10 Minuten zu Fuss bis zum Parkeingang (45$).
Ein herrlicher Tag, Space Mountain und Indiana Jones Ride sind echt cool - allerdings 45 - 60Minuten Wartezeit, aber die lohnt sich! Und nicht so nörgelnde Hektiker wie hier in Deutschland in der Schlange.
Der Eintritt kostet uns "nur" 28$, wir bekommen 10$ Ermäßigung, weil wir aus Deutschland kommen!

13. Tag
Universal Studios. Herrlich, der Jurassic Park Ride, die Studiotour, Special effects, und Backdraft Show. Muss man unbedingt besuchen, wenn man schon mal in der Ecke ist. Allerdings 38$ Eintritt.
Am selben Tag fahren wir noch bis Santa Barbara und wohnen ziemlich nah am Strand im Marina Beach Motel (55$).

jurassic park

14. Tag
Puh, was ist  das teuer hier. Uns zieht es n den Norden, ein kurzes Stück bis San Simeon. Wir wohnen im vorzüglichen San Simeon Pines Seaside Resort (805 927 4648).
Wirklich toll gelegen, swimming pool und 9 Loch 3 par Golfplatz (!), wo wir als Anfänger auch zu ersten kleinen Erfolgen kommen. Den Platz kann man umsonst benutzen, wenn man dort wohnt (89$). Die Küste hinauf Richtung Hearst Castle liegt ein kleiner Leuchtturn mit tollen See-Elefanten Kolonien. Dort kam auch gerade eine Walfamilie vorbei, als wir am Ufer standen. Muss man mal gesehen haben...

15. Tag
Monterey, ein hübscher Touri Ort. Zum Relaxen besucht man das Point Lobos State Reserve, schöne Spaziergänge sind dort möglich. Wir wohnen im Bide A Wee Motel, um 50 $ (408 372 2330).
Von hier aus kann man den 21 mile drive machen - lohnt sich nicht!!!, oder gemütlich in Carmel bummeln gehen.

16. Tag
dito

17. Tag
San Francisco
Wer die Waterfront in Kapstadt gesehen, rümpft über die Fishermans Wharf natürlich die Nase. Fahrten nach Alcatraz waren eine Woche im voraus ausgebucht, ansonsten ist die Stadt ganz hübsch - super zum Shoppen, aber 2 Tage langten uns.
Wir wohnten im Andrews Hotel, sehr gemütlich, aber im 2. Stock viel zu viel Straßenlärm. Kann man beim sfr vorbuchen.(415 5636877), liegt sehr gut in der Nähe des Unions Square und ist auch mit dem Auto problemlos anzusteuern.

 

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